Steuerliche Vorteile der Fremdfinanzierung in der Unternehmensbewertung: Tax Shield des Fremdkapitals in Deutschland und di Sascha Hower edito da Shaker Verlag

Steuerliche Vorteile der Fremdfinanzierung in der Unternehmensbewertung: Tax Shield des Fremdkapitals in Deutschland und

EAN:

9783832253394

ISBN:

3832253394

Pagine:
189
Formato:
Paperback
Lingua:
Tedesco
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Descrizione Steuerliche Vorteile der Fremdfinanzierung in der Unternehmensbewertung: Tax Shield des Fremdkapitals in Deutschland und

Die Unternehmensbewertung ist das zentrale Instrument zur Messung des Shareholder Value, dessen Steigerung zunehmend als vorrangiges Ziel moderner Unternehmensführung angestrebt wird. Unternehmensbewertungen werden mit dem Ziel durchgeführt, die Vermögensposition zu ermitteln, die das Unternehmen für den/die Eigentümer repräsentiert. Die Kenntnis dieser Vermögensposition ist notwendig, um für den Erwerb oder die Abgabe dieser Vermögensposition den notwendigen Ausgleichsbetrag ("Grenzpreis") beziffern zu können. In Theorie und Praxis entspricht diese Vermögensposition dem heutigen Wert vorhandener Kasse und künftiger Einzahlungsüberschüsse. Zur Ermittlung des Barwerts der Einzahlungsüberschüsse ist die Berücksichtigung von (Ertrag)Steuern in der Unternehmensbewertung unerlässlich, da die Einbeziehung der Besteuerung nicht nur stets einen rangfolgeneutralen Niveaueffekt aufweist, sondern auch erhebliche Rangfolgeverzerrungen aufdecken kann. Geht man davon aus, dass vor allem mittelständische Unternehmen und ihre Eigentümer unabhängig von der gewählten rechtlichen Organisationsform eine wirtschaftliche Einheit bilden, sind bei der Ermittlung des Unternehmenswerts Steuern sowohl auf Unternehmens- wie auch auf Eigentümerebene zu berücksichtigen. Führt man die beiden komplexen Bereiche "Unternehmensbewertung" und "Unternehmensbesteuerung" zusammen, spielt die Betrachtung der Finanzierungsstruktur eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich herrscht Finanzierungsfreiheit, d.h. die Finanzierung eines Unternehmens kann mit Eigenund/ oder Fremdkapital erfolgen. Aufgrund der diskriminierenden Ungleich- Besteuerung von Eigen- und Fremdkapital kann es zu steuerbedingten Vermögensvorteilen vor allem der Fremdfinanzierung kommen. Führt die Finanzierung eines Unternehmens mit Fremdkapital aus steuerlichen Gründen zu einer Steigerung des Unternehmenswerts, spricht man vom "Tax Shield" des Fremdkapitals. Im Schrifttum ist die Existenz eines Tax Shield des Fremdkapitals nachgewiesen, allerdings basieren die Beweisführungen regelmäßig auf stark vereinfachenden Prämissen bezüglich des zugrunde gelegten Steuersystems. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der von Herrn Hower vorgelegten Arbeit, den Tax Shield unter möglichst realistischen Annahmen zum aktuellen Steuersystem zu quantifizieren. Diese Analyse wird auf Grundlage des deutschen und des USamerikanischen Steuerrechts durchgeführt. Sucht man nach den steuerlichen Ursachen für den vielfach behaupteten Tax Shield, so hängt dieser in erster Linie von der Intensität der Diskriminierung durch die auf Unternehmensebene erhobenen Steuern ab. In einem Kontinuum möglicher Steuersysteme bilden dabei das Eignersteuer- und Vollanrechnungssystem ohne Tax Shield und ein einfaches Gewinnsteuersystem mit maximalem Tax Shield die Extrempunkte. Aufbauend auf dieser Konzeption zeigt der Autor, dass im deutschen Steuersystem die rechtsformspezifische Unternehmensbesteuerung und die Gewerbesteuer als diskriminierende Unternehmenssteuer über die Entstehung und Ausprägung des Tax Shield entscheiden. Die Analyse der verantwortlichen Einzelkomponenten ergibt hierbei, dass ausgehend vom Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer und dem bundesweiten Durchschnittshebesatz bei der Gewerbesteuer ein steuerlicher Vorteil aus der Finanzierung mit Fremdkapital sowohl bei gewerblichen Personengesellschaften als auch bei Kapitalgesellschaften existiert. Auch in den USA entscheidet zunächst die rechtsformspezifische Unternehmensbesteuerung auf Bundesebene über die Existenz des Tax Shield. Während Personenunternehmen einer Eignersteuer unterliegen und damit kein Tax Shield existiert, unterliegen Kapitalgesellschaften einer doppelten, teilweise aber ermäßigten Besteuerung, so dass Steuervorteile durch Fremdfinanzierung erzielt werden können. Die eigenständige Ertragsbesteuerung der Bundesstaaten und lokaler Gebietskörperschaften verstärkt die Diskriminierung des Eigenkapitals und erhöht den Tax Shield. Die theoretische Analyse der Tax Shield-Ursachen stützt die Erwartung, dass in Deutschland und vor allem in den USA eine verstärkte Fremdfinanzierung zu beobachten ist. Diese Erwartung wird indes durch den empirischen Befund zur Kapitalstruktur nicht unmittelbar bestätigt. Danach scheint die Kapitalstruktur in Deutschland stärker fremdfinanzierungsbetont als in den - traditionell eigenkapitalmarktorientierten - USA. In beiden Ländern lässt sich ein stärkeres Vordringen von "mezzanine capital" beobachten, was als Beleg für die Nutzung des Tax Shield gewertet werden kann. Die vorliegende Arbeit überzeugt von ihrer Analyse und den gezogenen Schlussfolgerungen. Ihre Lektüre bietet dem Leser reichen Gewinn, so dass ihr eine gute Resonanz zu wünschen ist. Prof. Dr. Jochen Sigloch

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