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Baumwollfelder unterm DampfpflugAls Ingenieur in den Südstaaten Amerikas 1866-1868. Hrsg. v. Klaus Herrmann Normalmente disponibile in 6/7 giorni lavorativi |
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Descrizione15In fast jeder württembergischen Stadt ist in prominenter Lage eine Straße nach Max Eyth benannt. Denn Eyth, der bodenständige Pionier der Technik, ist, obwohl er daheim keine einzige technische Pioniertat vollbracht hat, als der Gründer der 120 Jahre alten Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft deutschlandweit bekannt. Seine technischen Pionierleistungen fanden in Ägypten und Amerika statt, und niemand hätte daheim in Kirchheim jemals etwas erfahren von den Taten des kleinen Lehrersohnes, wenn der vor 100 Jahren verstorbene Max Eyth nicht später ein lesenswerter Schriftsteller geworden wäre. Denn Technik galt dem theologisch-philologisch gebildeten Bürgertum, aus dem Max Eyth kam, im vorigen Jahrhundert zunächst wenig. Als junger Mann war Eyth noch erfüllt vom Fortschrittsglauben seiner Zeit und um diese vor dem Hintergrund der Globalisierungsdiskussion besser zu verstehen, sollte man heute auch Max Eyth (wieder) lesen. Eyth steht voll uns ganz hinter den Errungenschaften der neuen15 Technologien, selbst bleibt er jedoch fast gänzlich bewahrt von dem großen Elend in den Fabriken, weil er bis zu seinem 45. Lebensjahr fast nur im Ausland war als einer der ersten Auslandsagenten der britischen Industrie. Eine für die britische Dampfpflug-Fabrik Fowler nützliche Erfindung brachte ihn 1862 zuerst nach London und dann nach Ägypten. Dieses Land blühte damals auf, weil in Amerika Bürgerkrieg herrschte und in Europa die Baumwolle knapp wurde. Ägypten konnte sich als Ersatzlieferant jede Investitionleisten und Eyth war mehr als willkommen, als er Plantage um Plantage mit seinen Maschinen bewässerte und umpflügte. 1865 waren die Seehäfen von Louisiana, Alabama und Georgia wieder offen, doch zugleich fehlten dort nach der Befreiung der Sklaven dieBaumwollarbeiter. Nur die kraftvollen europäischen Dampfpflüge konnten die verödeten Baumwollfelder wieder aufreißen, was Eyth zu großen Verkaufserfolgen verhalf. Seine abwechslungsreiche Zeit als Handlungsreisender in Sachen Te15chnik verarbeitet. Um zu ermessen, was das Dampfzeitalter für die Ingenieure seiner Zeit bedeutete, muss man sich vergegenwärtigen, das Eyth noch 1863 zwischen Innsbruck und Verona die Postkutsche über den Brenner benützen musste, um sich von einer Eisenbahnstation zur anderen bringen zu lassen ...
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