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800 MillionenApologie der sozialen Medien Normalmente disponibile in 5/6 giorni lavorativi |
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Descrizione06Alexander Pschera wagt nun in seinem Essay, der ein erster Schritt zu einer Theorie der neuen Kommunikationswelt ist, eine philosophische Apologie der Sozialen Medien. Er unternimmt darin, das Neue, das sich in den Sozialen Medien fraglos ankündigt, zu erfassen und es als Utopie zu denken: als Möglichkeit des Wiederaufbaus eines Reichs der Liebe nicht des Eros, sondern der Agape. Ausgehend vom Erkenntnisschock Thoreaus angesichts des Einbruchs der Telefonleitungen in die Wildnis zeigt Pschera, dass die faszinierende, aber auch bedrohliche Idee des Sozialen dieser Medien uns schon lange begleitet, zu unserer Inkulturation gehört und unter anderem bei Edgar Allan Poe und Baudelaire vorgeprägt wurde.15Facebook, google+, youtube & Co. kein Tag vergeht, ohne dass neue Meldungen und schnelle Reflexionen über die Sozialen Medien verkündet werden. Je anspruchsvoller und seriöser die Berichterstattung, desto skeptischer und kulturkritischer ist die Haltung. Ja der kulturpessimistische Blick auf die Sozialen Medien scheint geradezu Ausweis der Intellektualität des Betrachters zu sein. An ihnen scheiden sich die Geister: in die blinden Follower, das Herdenvolk, und jene Klügeren, die sich partout nicht verführen lassen wollen. Mit wohligem Schauder liest man Miriam Meckels Visionen der Zukunft, allgemeine Einlassungen über die Kälte der sozialen Medien, ihre katastrophalen Auswirkungen auf unsere Gehirne. Kurz: Wieder einmal wird wortreich das Ende der Zivilisation beschworen.
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